Donnerstag, 3. Juni 2021

Fronleichnam – Fest der Liebe

Wenn wir Christen gerade mit irgendwas nach draußen gehen sollten, dann ist das meiner Meinung nach – Liebe.

Es wäre ein Gegenangebot dazu, wie kirchliches Christsein aktuell wahrgenommen wird – als ausschließend, abgehoben, weltfremd, fern von den alltäglichen Fragen und Problemen.


Das heutige Fest passt dazu sehr gut. Es hebt sich aus dem Alltag heraus, um uns eine Vorstellung davon zu geben, wie christliche Liebe aussehen könnte. Und wie sie öffentlich werden kann.

Liebe keimt zart.
Am Teufelssee, 2021.
Denn der Festinhalt betrifft die bleibende Gegenwart der Liebe Jesu Christi, wie sie an Gründonnerstag und Karfreitag sichtbar wurde. Jesu Identifizierung mit dem Brot, das er bei seinem letzten Mahl mit den Seinen brach, ist der eine Pol, die leibhaftige Einlösung dieses "Gebrochenwerdens" an Karfreitag am Kreuz der andere. Beides zusammen zeigt Jesu Liebe.

In Prozessionen und auf geschmückten Altären wird an Fronleichnam eine geweihte Hostie verehrt.

Doch sie wird darum verehrt, weil Jesus sich aus lauter Liebe brechen ließ wie dieses Brot.

Diese Liebe hat ihn bewegt, sich mit seinem Tod, den er im Mahl gedeutet hat, auf die Seite der Gebrochenen zu stellen.

Diese Liebe hat ihn bewegt, leibhaftig in dieser Welt gegenwärtig zu bleiben, auf Gedeih und Verderb verbunden mit uns, die wir ihn in großen Festen feiern und in unserem Leben so oft versagen.

Diese Liebe hat ihn bewegt, dieses Brot auch dem zu reichen, der ihn kurz darauf verraten würde.


Wir können viel von ihm lernen! Wenn wir Liebe öffentlich sichtbar machen im Geiste Jesu.

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