In der Osterwoche machte sich eine Gruppe aus Ostbrandenburg auf den Weg nach Kyjiw und Odesa. Organisiert durch das Oekumenische Europa-Centrum Frankfurt (Oder) und den Evangelischen Kirchenkreis Oderland-Spree war die Reise unsere Antwort auf die Einladung des lutherischen Bischofs Pavlo Shvarts aus Charkiw, der 2024 bei den Christlichen Begegnungstagen zu Besuch in Frankfurt war.
Mit unserem Besuch wollten wir unsere Verbundenheit und Solidarität auch durch persönliche Nähe und Begegnung ausdrücken. Darum standen die Besuche und das Kennenlernen der Menschen im Zentrum der Reise.
Donnerstag, 16. April 2026
Vom Glauben im Krieg. Eindrücke einer ökumenischen Reise in die Ukraine
Freitag, 9. Juni 2023
"Alles hat seine Zeit." (Koh 3,1) Radiobeitrag angesichts des Evangelischen Kirchentags
So oder so ähnlich werde ich am Sonntag, 11.06., kurz vor 10 Uhr mit DAS WORT auf rbb 88,8 zu hören sein:
Alles hat seine Zeit - Unter diesem Motto beginnt jetzt
gerade der Schlussgottesdienst des Evangelischen Kirchentags in Nürnberg. Über
mehrere Tage hinweg haben sich dort viele Christinnen und Christen zu Gebet und
Austausch, zu gemeinsamen Aktionen und gemeinsamem Singen getroffen.
Als katholischer Theologe sehe ich die Kirchentage mit großem Interesse – vor
allem in einer Zeit, in der die Kirchen in Deutschland mit Mitgliederschwund
und Bedeutungsverlust zu kämpfen haben. Gerade in krisenhaften Zeiten stellen
sich die Kirchen bei Großereignissen wie dem Kirchentag ins Scheinwerferlicht
der Öffentlichkeit, beten und diskutieren und stellen sich auch der Frage nach
der richtigen Ausrichtung und nach den Chancen für einen Neuaufbruch.
Freitag, 20. Januar 2023
„Tut Gutes! Sucht das Recht!“ (Jes 1,17). Ein Radiobeitrag zum Ukraine-Krieg
Immer wenn mir auf die Frage nach dem Kern des Christseins jemand sagt, das sei die Nächstenliebe, rolle ich innerlich ein bisschen mit den Augen. Schon wieder dasselbe – immer die eine Hohlformel, die ein ganzes Glaubenssystem eindampft auf die Aufforderung: „Seid nett zu einander!“
Das Problem ist, dass das mit der Nächstenliebe irgendwie stimmt. Aber gleichzeitig auch zu wenig ist. Denn natürlich spricht die Bibel davon, einander Gutes zu tun, und das nicht erst seit Jesus.
Samstag, 21. Mai 2022
Was braucht es zum Christsein? Predigt zu Apg 15 und Joh 14
1.
Es ist dies einer der entscheidendsten Textabschnitte, den die Apostelgeschichte zu bieten hat, wenn es um die Frage geht, wie sich die ersten Gemeinden in ihrer Stellung zum Judentum entwickeln.
Denn wie man hörte (15,1-2.22-29), gab es einige, die sagten, diejenigen, die als Nichtjuden zum Glauben an Jesus als den Sohn Gottes gefunden hatten, müssten sich erst beschneiden lassen und alle Gebote der Tora befolgen, bevor sie vollgültig Mitglieder der neuen christlichen Gemeinde werden könnten.
(Man merkt auch: im Blick waren vor allem die Männer als Zielgruppe der Verkündigung – gut, dass das heute anders ist.)
Paulus und Barnabas, die beiden Missionare, widersprachen diesem Standpunkt entschieden – sie waren der Meinung, dass Beschneidung und die Gesetze der Tora für die Christgläubigen keine solch weitreichende Bedeutung haben und man darum Christ:in werden kann, ohne zuvor zum Judentum zu konvertieren.
Montag, 1. November 2021
Alle gehören dazu! Anstoß an Allerheiligen
Wenn an den Tagen rund um den 1. November Kerzen auf viele Gräber gestellt werden, dann denken wir an unsere verstorbenen Angehörigen und Freunde. Denn es ist Allerheiligen und Allerseelen. „Du bist nicht vergessen!“ wollen diese Kerzen sagen, „Wir halten dich in unseren Herzen!“ Wir als Christ:innen drücken damit zugleich unser Vertrauen aus, dass Gott unsere Lieben (und später auch uns selbst) im Tod nicht verlässt.
Sonntag, 31. Oktober 2021
Impfen ist Nächstenliebe – Ökumene ist Gottesliebe
Selten fiel es mir leichter, den Kern einer biblischen Aussage so passgenau auf eine konkrete heutige Situation zu beziehen.
Denn wenn Jesus im Sonntagsevangelium (Mk 12,28-34) die Forderung der Nächstenliebe ganz oben anbindet und als zweites Hauptgebot neben die Gottesliebe stellt, dann muss ich angesichts der neuerlich stark steigenden Infektionen mit Corona sofort daran denken, dass das Wohlergehen meiner Nächsten mir als Christen nicht egal sein darf. Der aktuell effektivste und (auch im Blick auf den Selbstschutz) sinnvollste Weg, dieses Wohlergehen in der aktuellen Pandemie zu schützen, ist, sich impfen zu lassen.
Samstag, 20. März 2021
Die Frucht und der Kampf. Zwei gegensätzliche Kirchenerfahrungen
Diese Woche haben mich zwei sehr gegensätzliche Erfahrungen von Kirche bewegt.
Beim Meditieren der Texte des Sonntags, vor allem des Evangeliums (Joh 12,20-33) schien mir, dass diese Erfahrungen gut zu zwei Passagen des Sonntagsevangeliums passen.