Samstag, 19. Oktober 2019

Der Gott des Rechts und die menschliche Beharrlichkeit 

Zwei ungewöhnliche Schlaglichter auf Mensch und Gott zeigen sich im Evangelium des Sonntags (Lk 18,1-8), in dem Jesus mit der Geschichte einer auf ihr Recht drängenden Witwe und dem endlich nachgebenden Richter operiert:

Nicht Liebe, nicht Begeisterung, nicht Wohltaten - nein: Beharrlichkeit wird vom Menschen erwartet.

Die Richtung...
Neukölln, Berlin, 2019.
Auf der anderen Seite: Verlässlichkeit wird als wichtiges Merkmal des Gottesbildes (und als Gegensatz zu dem ungerechten Richter) herausgestellt.

Und wie gut beides zusammenpasst: der menschlichen Beharrlichkeit entspricht die Sicherheit, die wir bei Gott finden können.

Darauf können wir uns verlassen. Er ist ein Gott des Rechts und nicht ein Gott der Willkür.

Das steht im harten Gegensatz zu manchem Gottesbild, das unbedingten Gehorsam von Gott einfordert, aber kein Recht des Menschen Gott gegenüber kennt.

Im heutigen Evangelium dagegen erscheint Gott als einer, der Ansprüche und Bitten der Menschen anerkennt und von ihm einfach erwartet, dass er eine Beziehung zu ihm aufbaut.
Beharrlich und geduldig.

Da will ich dabei sein...

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