Dienstag, 17. Dezember 2019

Geliebt 17 – Werbung in "Mein Leben – mein Weg" von Papst Franziskus

Heute hat Papst Franziskus Geburtstag. Das Interview mit S. Rubin und F. Abrogetti, erstmals 2010 lange vor seiner Wahl zum Papst erschienen, ist zwar kein literarischer Text, aber aus Anlass des Geburtstags eine gute Gelegenheit, das Geliebtwerden aus spezifisch religiöser Sicht anzuschauen. Hier spricht der spätere Papst von seiner Berufung:

Graffito, Berlin, 2012
"Ich merkte, dass ich erwartet wurde. Das ist die religiöse Erfahrung: das Erstaunen darüber, jemandem zu begegnen, der dich erwartet. Von diesem Zeitpunkt an ist es Gott, der einen mit einer Ausschließlichkeit umwirbt, wie es sie nur in der ersten Liebe gibt. Man sucht Ihn, aber Er sucht dich zuerst. Man möchte Ihn finden, aber Er findet uns zuerst."1

Bemerkung zum Text:
Gott ist immer zuerst dran. Wann (und ob überhaupt) auch immer wir beginnen, ihn zu suchen, er kommt uns schon entgegen. Das ist Liebe. Ein Werben nennt es der Papst. Denn Gott will unsere Herzen erreichen und er arbeitet daran, dass wir sie ihm öffnen.

Impuls:
Heute übe ich das Staunen. Ich staune darüber, dass Gott mich wirklich liebt. Und das, obwohl ich so fehlerhaft und unvollkommen bin. Trotzdem gibt er sich Mühe, mich für sich zu gewinnen. Toll!



1   Papst Franziskus, Mein Leben – mein Weg. Gespräche mit Jorge Mario Bergoglio. Von Sergio Rubin und Francesca Ambrogetti. Freiburg im Breisgau 2013, 50.

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